STOs: Das neue Kapitel in der Krypto-Story

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Selbstbestimmt zu leben heißt auch, deine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Da ich dir nicht sagen kann, was das ganz konkret für dich bedeutet, zeige ich dir einfach, was es für mich bedeutet. Melde dich bei Fragen sehr gerne bei mir. Viel Spaß beim Lesen.

Die jüngste Story von Bitcoin und Co.

Es ist Mitte 2018 und ich sitze bei der renommierten Frankfurt School of Finance and Management in einem Seminar über Kryptowährungen und ICOs. Gerade plaudert ein schweizerischer Anwalt aus dem Nähkästchen, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat und der diesen krassen Hype in 2017 direkt miterlebt hat. Er erzählt von drei Jungs Anfang 20, die nach ihrem IT-Studium zu ihm kamen, da sie ihren eigenen Coin rausbringen wollten. Er hat sie beraten und die Jungs haben sich an die Arbeit gemacht. Wenige Wochen später stand eine moderne Website, die das unfassbare Potential ihrer Idee gezeigt hat sowie das Datum ihres ICOs. An diesem Termin würden sie zum ersten mal ihre eigenen Coins verkaufen. Jeder, der diese Coins besitzt, wird direkt an ihrem Unternehmenserfolg beteiligt sein kann.

Auf diesem Weg haben die 3 Jungs innerhalb weniger Wochen mehrere Millionen Euro eingenommen.

Doch der wichtigste Part kommt jetzt: Denn sie sind mit diesem Geld nicht direkt an die Arbeit gegangen, sondern haben erst einmal Urlaub auf Ibiza gemacht. Der Kurs ist in dieser Zeit übrigens weiter gestiegen, denn hey: Blockchain ist die Zukunft, was soll hier denn schief gehen? Diese Story steht sinnbildlich für den krassen Anstieg der Kurse in 2017 und die unvermeidliche, heftige Korrektur in 2018.

Die Geschichte hat uns zwei sehr wichtige Dinge gezeigt:

  1. Es funktioniert! Die Blockchain kann genutzt werden, um Coins zu erzeugen, die dezentral und doch transparent gehandelt werden können. Auf diese Weise können echte Werte wie Unternehmensanteile oder Geld einfach und schnell auf digitalem Weg übertragen werden.
  2. Der große Vorteil, dass das System ohne Intermediäre auskommt, hat die Schattenseite, dass es viele Betrüger anzieht, wenn man es einfach so laufen lässt. Man benötigt also dennoch harte Regeln und Instanzen, die das System kontrollieren. Nur so kann es den größtmöglichem Nutzen für alle entfalten.

Wo stehen Kryptowährungen aktuell (Mitte 2019)?

Schon damals bei dem Seminar in Frankfurt hat mich beeindruckt, wie viele der Experten von STOs gesprochen haben. Laut ihnen werden diese Security Token Offerings demnächst die unregulierten ICOs komplett ablösen. Seit damals habe ich das Thema verfolgt und beobachtet, dass hinter den Kulissen wirklich sehr viel Aufwand betrieben wurde, um Kryptowährungen „erwachsen“ werden zu lassen. Es sollen in Zukunft auch Menschen investieren können, die keine Krypto-Experten sind, ohne dass sie Angst haben müssen, dass ihre Kohle anschließend auf Ibiza verfeiert wird. Dazu arbeiten Börsen an offiziellen Genehmigungen zum Handel der Coins und Token, Regulierungsbehörden suchten das Gespräch mit Blockchain-Pionieren und junge Startups haben immer neue Ideen in die Diskussion eingebracht, alles mit einem Ziel:

Es sollte ein Ökosystem geschaffen werden, das die Vorteile der neuen Technologie mit der Sicherheit regulierter Finanzmärkte vereint.

Herausgekommen sind doe STOs (Security Token Offerings) die im Gegensatz zu den ICOs (Initial Coin Offerings) zwei wichtige Unterschiede haben:

  • Das Wort Security heißt nicht nur Sicherheit, sondern auch Wertpapier im Englischen. Es handelt sich also genau genommen um Wertpapiere in digitaler Form.
  • Es ist nicht mehr von Coins sondern von Token die Rede. Token stehen dabei immer für das digitale Abbild eines „echten“, traditionellen Wertes, wie eben eines Wertpapiers.

Viele Krypto-Enthusiasten lehnen diese Entwicklung ab, da sie ja genau von diesen Regeln und der Macht von Banken und Regierungen wegkommen wollten. Die Entwicklung in 2017 und 2018 hat jedoch gezeigt, dass wir bzw. die Technologie aktuell noch nicht so weit sind, ein nachhaltiges System aufzubauen, das eine gewisse Stabilität behält. Daher freue ich mich sehr, dass mit dieser Entwicklung nun das neue Kapitel in der Krypto-Story seinen Anfang nimmt und ich bin sehr gespannt, was uns die kommenden Monate erwartet.

Bitbond – Der erste, von der BaFin zugelassene STO

Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der BaFin: Die Regulierungsbehörde betritt Neuland, indem sie zum ersten mal zulässt, dass Schuldverschreibungen digital und virtuell über die Blockchain ausgegeben und gehandelt werden. Alle bisherigen ICOs waren unreguliert. Kryptowährungen (bzw. genauer „Token“) sind damit auf dem Finanz-Spielplatz der „Großen“ angekommen, denn nun können u.a. auch institutionelle Investoren bedenkenlos mitmischen.

Bitbond

Noch bis zum 10.05.2019 können die digitalen Wertpapiere von Bitbond erworben werden.

Das Unternehmen vermittelt Kredite an Selbständige und kleine Unternehmen weltweit. Dabei wird das Geld in Kryptowährungen getauscht und verschickt, beim Empfänger werden sie wieder in Landeswährung umgetauscht. Dadurch ist der gesamte Prozess günstiger und schneller und es wurden seit Firmengründung in 2013 bereits mehr als 15 Millionen Dollar an rund 3.300 Unternehmen ausgezahlt.

Hard Facts

  • Zeichnung möglich bis 10.05.2019, 12 Uhr (MESZ)
  • virtuelle Token Bezeichnung BB1
  • Nennwert je Token: 1 €
  • Laufzeit 10 Jahre
  • Coupon: 4 % p.a.
  • zusätzl. Erfolgsbeteiligung je nach Performance

Alle Informationen, den Prospekt und die Möglichkeit zu investieren findet ihr auf der Bitbond-Website*.

Warum habe ich investiert?

Bitbond bedient einen Markt mit großer Nachfrage und großem Potenzial. Der entscheidende Faktor bei der Kreditvergabe für Selbständige und Kleinunternehmer ist das Risikomanagement. Die sechsjährige Erfahrung spricht für ein ausbalanciertes System im Hintergrund. Natürlich muss man aber bedenken, dass Bitbond in einem riskanten Geschäftsfeld tätig ist und man als Anleger dieses Risiko mit trägt.

Dennoch: Mich überzeugt die Art und Weise, wie die neue Technologie der Kryptowährungen in ein bestehendes Geschäftskonzept eingearbeitet wurde um effizienter als die Konkurrenz zu werden.

Die Entscheidung, Wertpapiere in virtueller Form auszugeben und die STO-Zulassung durch die BaFin sprechen für mich ebenfalls für eine solide, zukunftsgerichtete Strategie. Zudem möchte ich das neu entstehende Ökosystem unterstützen und bin davon überzeugt, dass in der Tokenisierung die Zukunft des Finanzmarktes liegt.

 

Disclaimer

Auch wenn ich über 10 Jahre Bank-Erfahrung habe, bin ich keine Anlage-Experte, auch nicht im Kryptobereich. Das Ziel meine Artikel ist die Weitergabe der Infos, die ich sammle und das Teilen der Erfahrungen, die ich selbst. Es handelt sich jedoch nicht um Anlageempfehlungen. Jedes Investment, speziell im Bereich der Kryptowährungen ist riskant und kann im schlimmsten Fall zum Totalverlust des Investments führen.

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